Auf der Bühne.
Sophie: Ich fühl mich so beobachtet hier auf der Bühne! Dabei könnt Ihr mir gar nichts. Nein. Denn alles was ich Euch sage ist erträumt und fiktiv. Und die Teile die es nicht sind, die werdet Ihr nicht finden können. Nein.
Sophie schüttelt den Kopf. Verneinend.
Das Publikum hat aufgehört Chipstütenmusik zu machen.
Sophie: Ich spiele für Euch und dafür müsst Ihr in Kauf nehmen, dass Ihr nicht wissen könnt, welches Kopfsachen sind und welches imitierte Bilderhaufen! Für Euch bin ich Vorahmer obwohl ich oft auch nachahme. Oder bin ich immer danach und nie davor oder vielleicht auch immer beides? Das ist vollkommen egal!
Das Publikum nickt und denkt sich: Genau, egal ist das!
Sophie: FICK - TION! Mich faszinieren, diese Bilder, die mit Worten erzaubert werden. Ein Wort und tausend Bilder.
Der Teil des genau hinhörenden Publikums denkt an schöne Frauen und schaut sich (oder Sophie) auf die Füße.
Sophie: So sitze ich dann auch an meinem Arbeitsplatz in dieser großen Autofirma mit diesen heißen Autos. Und, ich verrat' Euch etwas - Ja, ich denke nicht an Autos.
Sophie (lauter werdend): SIE SOLLTEN MIR VERBOTEN WERDEN DIESE WORT-BILD-KETTEN, die mich fesseln.
Sophie (wieder leiser): Aber andererseits? Es weiß ja niemand von diesen Fesseln - es sei denn ich verrate sie und klebe die Bilder nicht nur ins Familienalbum.
Das Publikum versteht nicht und sieht auch so aus.
Sophie: Ich klebe alles!
Das Publikum erschrickt. Dort versucht einer den Fuß zu heben. Da hat ein anderer Angst auch ohne Unterhaltung an den Stuhl gefesselt zu sein.
Sophie: Das ist viel! Aber alles kann auch nichts sein, dann ist es wenig!
Die, die noch keinen Fuß angehoben haben sind jetzt auch erleichtert.
Sophie: Und Ich spiel' mit Euch. Denn auch, wenn ich sagte ich verrate Euch etwas, so könnt’ Ihr gar nicht wissen ob nicht auch das Verraten ein Verrat war.
Das Publikum klatscht. Mittelllaut.